20 Moving Average – Stop Trading Strategie

20MA-Stop Trading Strategie – Einführung

Bei der 20 Moving Average – Stop Trading Strategie geht es die profitable Nutzung der Konzepte Support und Resistance für die Positionseröffnung nach einer Trendbestätigung durch das Abprallen von Kursen an bestimmten Widerstands- und Unterstützungslinien. In diesem Fall nutzen wir den 20er Moving Average als Widerstandslinie.

Auf einen Blick – 20 Moving Average – Stop Strategie

Benötigte Zeit: 12 Minuten.

Die 4 Schritte der 20er MA Trading Strategie einfach erklärt:

  1. Resistance und Durchbruch erkennen

    Um mit unserer Strategie loslegen zu können, benötigen wir einen Durchbruch des 20 MA von unten nach oben. Die alte Resistance ist jetzt unser Support.

  2. Bounce abwarten

    Nach dem Durchbruch warten wir nun darauf, dass der Preis etwas zurückfällt und an unserem Boden in Form des MA 20 abprallt.

  3. Eröffnung und Stop-Loss

    Sind beide vorherigen Kriterien gegeben, können Sie Ihre Position am Close (Schlusskurs) der gebouncten (abgeprallten) Kerze eröffnen und einen Stop-Loss knapp unter den 20er Moving Average setzen.

  4. Gewinne nehmen

    Für die Gewinnmitnahme gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir empfehlen die Kombination aus einem Take-Profit am letzten Hochpunkt seit dem Durchbruch und einem individuell gesetzten Trailing-Stop.

Welche Indikatoren werden benötigt?

Für die Umsetzung dieser Trading Strategie benötigen wir ausschließlich den MA 20 (20er Moving Average). Ein Moving Average („gleitender Durschschnitt„) beschreibt einen durchschnittlichen Preis über mehrere Preiskerzen hinweg. Da wir in unserem Fall den MA 20 nutzen, arbeiten wir bei dieser Tradingstrategie für Bitcoin und andere Assets mit dem Durchschnittspreis der 20 zurückliegenden Schlusskurse (Close-Preise). In unserer Tradingstrategie nutzen wir den MA 20 als Support und Resistance.

20 Moving Average Strategie – Decke wird zum Boden

Support und Resistance bei der 20 Moving Average – Stop Strategie
Support (Boden) und Resistance (Decke) bei der MA 20 Strategie

Bei der 20er MA Strategie nutzen wir die Konzepte von sogennanten Support und Resistance-Level:

  • Support / Boden: Ein Support-Level (auch Unterstützungsniveau) ist ein Niveau, auf welchem der Kurs beim Fallen Unterstützung findet. Er wird also im Fallen verlangsamt, gestoppt oder prallt gar von dem „Boden“ ab. Wird ein solcher Support um einen bestimmten Betrag vom Kurs durchbrochen, gilt die nächste Unterstützungslinie als Boden und der alte Support als neue Resistance (Decke).
  • Resistance / Decke: Ein Resistance-Level (auch Widerstandsniveau) ist das genaue Gegenteil eines Support-Levels. Es ist der Kurs, an dem ein Preisanstieg auf Widerstand stößt und ebenfalls verlangsam oder gestoppt wird bzw. an der Resistance nach unten abprallt. Durchbricht der Kurs eine solche Decke von unten nach oben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Preis weiter steigt.

Für das Verständnis der in diesem Artikel vorgestellten Strategie ist ein weiterer wichtiger Aspekt nötig: Bricht ein Preis von unten nach oben durch eine Resistance wird die vorherige Decke zum neuen Boden, also zum neuen Support. Fällt nun der Kurs nochmals auf die Widerstandslinie – in unserem Fall auf dem 20er Moving Average – und prallt dort nach oben ab, haben wir eine doppelte Bestätigung des aktuellen Trends und somit eine statistisch hohe Wahrscheinlichkeit für in der unmittelbaren Zukunft weiter steigende Kurse.

So traden Sie die 20er Moving Average Strategie

Sobald Sie den MA 20 auf Ihrer Börse oder TradingView eingeblendet haben und den Chart des zu tradenden Assets vor sich sehen, können Sie loslegen. Wir empfehlen für die Strategie mindestens einen 2-Minuten-Chart und maximal einen 4-Stunden-Chart.

Schritt 1: Decke (Resistance) und Durchbruch erkennen

Durchbruch einer Resistance
Durchbruch der MA 20 Resistance von unten nach oben

Beobachten Sie die Kursbewegungen Ihres Assets. Durchbricht der Kurs den MA 20, also unsere Resistance, von unten nach oben ist das erste Kriterium für eine Position in unserer Strategie gegeben. Die vorherige Decke ists jetzt zum neuen Boden geworden.

Schritt 2: Auf Bounce warten

20 Moving Average Bounce vom Support
Bounce vom Support

Nachdem unsere Resistance am 20er Moving Average durchbrochen wurde, warten wir darauf, dass der Preis wieder ein Stück zurückfällt und von dem jetzt Boden genannten Widerstandsniveau abprallt („bounce“). Wird die Widerstandslinie nicht nach unten durchbrochen, spricht man von einer Bestätigung. Das Vorkommen einer Bestätigung erhöht die statistische Wahrscheinlichkeit für eine weitere Kursentwicklung nach oben.

Von diesem Bounce, – einem Stopp der Kursbewegung, – kommt auch der Name dieser Strategie. Der Kurs stoppt am MA 20.

Schritt 3: Position eröffnen und Stop-Loss setzen

Nachdem der Kurs unseres Assets nach dem vorangegangenen Durchbruch der Resistance nun am Support abgeprallt ist, öffnen wir eine Long-Position. Wir wetten auf weiter steigende Kurse. Falls Sie sich sehr sich sind, beispielsweise durch die Nutzung weiterer Indikatoren, dass der Preis weiter steigen wird, können Sie Ihre Position bereits vor Schluss der aktuellen Kerze öffnen und so eventuell ein paar Extra-Gewinne einstreichen.

20 Moving Average – Stop Strategie - Einstieg und Stop-Loss
Einstieg am Close der gebouncten Kerze und Stop-Loss-Order

An dieser Stelle ganz wichtig: Setzen Sie unbedingt seine Stop-Loss-Order um Ihre Verluste zu begrenzen! Wir empfehlen den Stop-Loss mindestens knapp unter dem 20er Moving Average, wenn nicht gar an dem Eröffnungskurs der abgeprallten Preiskerze zu setzen (siehe Bespielgrafik oben). Auf diese Weise können Sie potenzielle Verluste insoweit reduzieren, dass die beschriebene Strategie langfristig und profitabel getradet werden kann.

Schritt 4: Profit nehmen

MA Stop Strategie -Take-Profit Beispiel
Beispiel einer Take-Profit-Order mit Stop-Loss im Gewinn

Das Realisieren der Profite bleibt – wie bei den meisten Strategien – hier auch wieder Ihnen überlassen und kann an Ihre individuellen Ansprüche angepasst werden. Einige Möglichkeiten wären:

  • Take-Profit-Order: Setzen Sie eine Take-Profit-Order am höchsten Preis, welcher zeitlich zwischen dem Durchbruch des 20er MA’s von unten nach oben und dem Abprallen kurz vor Ihrem Einstieg lag. Sollten Sie sich für diese Art der Gewinnmitnahme entscheiden empfehlen wir den Stop-Loss sobald möglich in den Gewinnbereich zu ziehen. So grenzen Sie das Verlustrisiko weiter ein.
  • Stop-Loss-Order nachziehen: Eine weitere Möglichkeit wäre das Nachziehen Ihrer Stop-Loss-Order. Dabei folgen Sie der aktuellen Kursentwicklung und ziehen den Stop-Loss mit etwas Abstand nach. Auf diese Weise schränken Sie einerseits Ihren Gewinn nicht von vorneherein ein, indem Sie eine Take-Profit-Order an einem festen Kurs setzen und sichern andererseits Ihr Risiko nach unten hin ab.
  • Trailing-Stop-Loss: Ein Trailing-Stop ist ein Order-Typ, welcher dem aktuellen Kurs automatisch in einem bestimmten Preisabstand folgt. Damit sparen Sie sich das mühselige Nachziehen einer Stop-Loss-Order und gehen trotzdem bezüglich Ihres Risikos auf Nummer sicher! Eine Möglichkeit für das Setzen des Trailing-Stop wäre der gleiche Punkt, an dem Sie den Stop-Loss gesetzt hätten. Einen Stop-Loss können Sie sich zusätzlich sparen, wenn Sie den automatischen Trailing-Stop verwenden.

Take-Profit-Order im Vergleich

OrderBeschreibungRisikoProfitabilität
Take-Profit-OrderAutomatische Gewinnmitnahme bei manuell festgelegtem Preis. Gut für Preisziele.Sehr geringhoch
Stop-Loss-OrderAutomatischer Verkauf bei Rückfallen auf manuell festgelegten Preis. Gut für die Absicherung.Eher geringniedrig
Trailing-Stop-OrderAutomatischer verkauf bei automatisch dem Preis nach oben folgendem Preis mit manuell festgelegtem Abstand. Gut für volatile Assets.Eher geringmittel
Take-Profit-Order – Varianten im Vergleich

Fazit zur MA20 – Stop Strategie

Egal für welche Strategie der Gewinnmitnahme Sie sich schlussendlich entscheiden: Bei der 20er Moving Average Stop-Strategie ist es besonders wichtig, nicht zu spät Gewinne zu realisieren. Gerade wenn Sie sich für das Handeln in einem kleineren Zeitfenster wie dem 5-Minuten-Chart entschieden haben, kann es vorkommen, dass Sie zeitweise gegen den Trend in einem größeren Zeitfenster wetten. Diesem kleinen Risiko steht eine Flut an möglichen Einstiegspunkten entgegen, welche die Strategie auf lange Sicht sehr lohnenswert machen können.

Sollten Sie Anregungen oder Fragen zum Artikel haben freuen wir uns stets über Kommentare!

Häufige Fragen und Antworten zur MA20 – Stop Strategie

Kann ich die MA 20 Stop-Tradingstrategie auch für Short benutzen?

Ja, diese Strategie funktioniert ebenso für Short-Orders. Dabei wechselt sich nur die Bezeichnung für Support und Resistance, die grundlegenden Regeln bleiben – wenn auch gespiegelt – dieselben. Weitere Informationen zum Eröffnen und Verwalten von Short-Positionen am Beispiel von Bybit haben wir in unserem Bybit Short Tutorial für Sie zusammengefasst.

Muss ich für diese Strategie den MA 20 nehmen?

Nein, für diese Strategie können Sie auch andere Moving Averages wie den MA 9 oder den MA 200 nehmen. Wir empfehlen allerdings den MA 20 aufgrund seiner weiten Verbreitung für die im Artikel beschriebenen Timeframes.

Auf welchem Chart kann ich diese Strategie traden?

Die 20 Moving Average – Stop Trading Strategie funktioniert auf den meisten Timeframes. Wir empfehlen mindestens einen 2-Minuten-Chart, – darunter werden viele Kursbewegungen zu willkürlich – und maximal einen 4-Stunden-Chart – darüber haben Sie nur sehr selten die Möglichkeit, mit dieser Strategie neue Trades zu eröffnen.

Eignet sich die MA 20 – Stop Strategie für Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen?

Ja, diese Strategie basiert auf sehr grundlegenden Prinzipien der technischen Chartanalyse und einfacher Marktpsychologie. Damit eignet sie sich sowohl für Aktien, Rohstoffe als auch für Kryptowährungen wie Bitcoin.

Wichtiger Risikohinweis:
Dieser Service bzw. der hier beworbene Anbieter eignet sich ausschließlich für professionelle Trader. Nutzer ohne ausreichend Erfahrung erleiden hier in der Regel einen Totalverlust. Der Handel mit Hebel ist hoch riskant und führt zu schlechtem Risikomanagement. Nutzen Sie diesen Dienst nur als professioneller Händler mit ausreichend Erfahrung im Bereich Trading und Hebel.

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