Relative Strength Index
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Relative Strength Index

Der Relative Strength Index (RSI) ist ein oszillierender Momentum-Indikator. Er misst das Ausmaß der aktuellsten Kursveränderungen (Preisveränderung), um zu bewerten, ob ein Asset überkauft oder überverkauft ist.

Visuell wird der RSI als Oszillator angezeigt, also einem Liniendiagramm, welches sich zwischen zwei Extremwerten bewegt. Beim RSI beschreiben diese Extreme die Werte 0 (überverkauft) und 100 (überkauft). Dabei werden meist die Werte zwischen 0 % und 30 % als überverkauft und die Werte zwischen 70 % und 100 % als überkauft interpretiert. Ursprünglich wurde der Indikator von J. Welles Wilder Jr. entwickelt und 1978 vorgestellt.

Relative Strength Index berechnen

Benötigte Zeit: 15 Minuten.

Der RSI wird grundsätzlich über zwei Schritte berechnet. Im ersten Schritt wird ein gleitender Mittelwert der Kursgewinne und Kursverluste berechnet. Im zweiten Schritt werden beide Mittelwerte ins Verhältnis gesetzt. Für den ersten Schritt können statt der arithmetischen Mittelwerte auch exponentielle verwendet werden um eine Glättung zu erziehlen. In unserem Rechenbeispiel nutzen wir die einfachen Mittelwerte und gehen von einem RSI mit der Länge 14 aus. Außerdem nutzen wir die Close-Preise als Preisdaten:

  1. Die Nötige Datenbasis beschaffen

    Für die RSI-Berechnung mit einer Länge von 14 Tagen benötigen wir die close-Preise (Schlusskurse) der letzten 15 Tage.

  2. Durchschnittliche Aufwärtsbewegungen (U) berechnen

    Hier werden die close-Preis zu close-Preis Veränderungen benötigt. Allgemein:

    Veränderung = Preis(t) – Preis(t-1)

    Die erste Veränderung wäre also beispielsweise der close-Preis des 14. minus dem close-Preis des 15. Tages. Um U zu berechnen werden dabei die Veränderungen aufsummiert. Dabei gilt die Regel:

    -Ist die Veränderung größer 0, wird die Veränderung zu U hinzugefügt
    – Ist die Veränderung kleiner oder gleich 0, wird 0 zu U hinzugefügt


    Dies wird 14 mal wiederholt, bis für die 14 jüngsten Tage jeweils ein Wert zu U hinzugefügt wurde.

  3. Durchschnittliche Abwärtsbewegungen (D) berechnen

    Hier wird fast genau gleich vorgegangen wie bei bei der Berechnung von U im letzten Schritt. Die einzige Änderung betrifft die Summierungsregel:

    – Ist die Veränderung größer oder gleich 0, wird 0 zu D hinzugefügt
    – Is die Veränderung kleiner als 0, wird ihr absolute Wert (immer positiv) zu D hinzugefügt


    Dies wird ebenfalls 14 mal wiederholt, bis für die 14 jüngsten Tage jeweils ein Wert zu D hinzugefügt wurde.

  4. Auf- und Abwärtsbewegungen mitteln – Methode wählen

    Um den Mittelwert Auf- (U) und Abwärtsbewegungen (D) für den RSI zu berechnen gibts es drei verbreitete Methoden: Den einfachen gleitenden Mittelwert, den exponentiell gleitenden Mittelwert und Wilder’s Glättungsmethode. In diesem Rechenbeispiel nutzen wir den einfachen gleitenden Mittelwert.

  5. Mittlung der Aufwärtsbewegungen (U)

    Die Aufwärtsbewegungen werden mit dem einfachen gleitenden Mittelwert wie folgt geglättet:

    DurchschnittU = U / N

    N Beschreibt dabei die Periode, in unserem Besipiel 14 Tage.

  6. Mittlung der Abwärtsbewegungen (D)

    Die Abwärtsbewegungen werden mit dem einfachen gleitenden Mittelwert wie folgt gegtlättet:

    DurchschnittD = D / N.

  7. Relative Stärke (RS) berechnen

    Die Relative Stärke (Relative Strength) beschreibt das Verhältnis zwischen durchschnittliche Auf- und Abwärtsbewegungen. Um sie zu berechnen nutzen wir die Ergebnisse aus den letzten beiden Schritten:

    RS = DurchschnittU / DurchschnittD

  8. Den RSI berechnen

    Um final den RSI zu berechnen wenden wir die RSI-Formel von J. Welles Wilder Jr. an:

    RSI = 100 – 100 / (1 + RS)

In diesen Trading-Strategien wird der RSI verwendet

In den folgenden Strategien haben wir den Relative Strength Index als Indikator verwendet: